Satzung

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt nach Eintragung in das Vereinsregister den Namen
Landesarbeitsgemeinschaft Zirkuskunst Hessen e.V. hat seinen Sitz in Wiesbaden. Er ist
beim Vereinsregister des Amtsgerichts Wiesbaden eingetragen.

§ 2 Zweck und Aufgabe des Vereins

Zweck des Vereins ist die Förderung der Kinder- und Jugendzirkusarbeit als Bestandteil der
kulturellen Kinder- und Jugendbildung und die Vernetzung und Kooperation der Kinder-,
Jugend- und Schulzirkusse und anderer mit Zirkusarbeit befassten Einrichtungen und
Personen in Hessen.

Der Verein fördert und unterstützt die Zirkusarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die durch
ihre besonderen sportlich-künstlerischen, motorischen, pädagogischen, integrativen und
sozialen Möglichkeiten ein wichtiges Mittel bei der Ausbildung und Persönlichkeitsbildung
Heranwachsender ist.

Weiterer Zweck des Vereins ist es, über die kulturelle Betreuung hinaus allgemeine kinder-
und jugendfördernde Maßnahmen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG)
durchzuführen und damit jugendfördernd im Sinne dieses Gesetzes zu wirken.

Die Aufgaben sind:

Förderung von Kindern und Jugendlichen durch die Initiierung und Durchführung von zirkuspädagogischen Maßnahmen wie: Jugendleiterausbildungen, Jugendbegegnungen, Workshops, Festivals, u.a.
Der Verein widmet sich der Pflege artistisch-zirzensischer Traditionen wie der künstlerischen Entwicklung neuer Genres und der Förderung von Zirkus als eigenständige Kunstform.
Regelmäßiger Erfahrungs- und Informationsaustausch der Mitglieder untereinander.
Informelle Hilfe beim Aufbau neuer Zirkusse bzw. zum Weiterbestehen existierender Zirkusse.
Eine gemeinsame Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit, um für den Zirkus die gleiche Anerkennung zu erreichen wie für andere Kulturformen.
Die LAG Zirkus vertritt ihre Anliegen gegenüber öffentlichen Stellen.
Er leistet Unterstützung bei der Veranstaltung von Zirkusfestivals und Fachtagungen.
Die LAG unterstützt interkulturelle Arbeit und Projekte. Sie pflegt Kontakte zu
anderen vergleichbaren Institutionen auf nationaler und internationaler Ebene.

§ 3 Gemeinnützigkeit

Der Verein dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken im Sinne des
Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung. Er ist selbstlos tätig und
verfolgt keine eigen-wirtschaftlichen Ziele. Mittel des Vereins werden ausschließlich für
satzungsgemäße Aufgaben verwendet.
Der Verein darf keine Personen durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind,
oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen.

§ 4 Mitgliedschaft

Mitglieder können Vereine, Organisationen, Institutionen und Initiativen werden, die im
Bereich der Jugendarbeit im Sinne von § 2 der Satzung tätig sind, oder Einzelpersonen, die
verantwortlich im Sinne von § 2 arbeiten. Ãœber die Mitgliedschaft weiterer Personen kann die
Mitgliederversammlung im begründeten Einzelfall entscheiden. Die gegenwärtige
Projekttätigkeit ist in Hessen auszuführen.
Einzelpersonen unter 18 Jahren (volle Geschäftsfähigkeit) bedürfen zur Aufnahme der
Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten.
Die Organe des Vereins können eine pauschale Aufwandsentschädigung im Rahmen der Ehrenamtspauschale bis 500€ oder angemessene Vergütung erhalten, deren Höhe der
Beschlussfassung der Mitgliederversammlung obliegt.
Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen. Ãœber die Mitgliedschaft entscheidet der
Vorstand. Bei einer Ablehnung kann der Antrag erneut vor der Mitgliederversammlung
gestellt werden. Diese entscheidet abschließend.
Die Mitgliedschaft ist unabhängig von Weltanschauung, Religion, Staatsangehörigkeit, Beruf,
öffentlichen Ämtern oder gegenwärtiger Tätigkeit.

§ 5 Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, der durch eine schriftliche Erklärung an den Vorstand
erfolgt, durch Auflösung der Institution, durch Tod oder durch Ausschluss. Eine Kündigung
erfolgt zum jeweiligen Ende des Geschäftsjahres. Die Kündigung muss drei Monate vor
Ablauf schriftlich beim Vorstand eingetroffen sein.
Ein Mitglied kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden,
wenn es gegen die Ziele des Vereins verstoßen hat, mehr als ein Jahr mit der
Beitragszahlung säumig ist oder dem Ansehen des Vereins geschadet hat. Zum Ausschluss
reicht die einfache Stimmenmehrheit der Teilnehmer der Mitgliederversammlung.
Ausgeschiedene oder ausgeschlossene ehemalige Mitglieder verlieren Ansprüche jeglicher
Art gegenüber dem Verein.

§ 6 Beiträge

Die Höhe des Jahresbeitrags wird von der Mitgliederversammlung festgelegt.

§ 7 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand.

§ 8 Die Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung berät über alle Angelegenheiten und Planungen des Vereins,
insbesondere über:
– Aufgaben und Ziele des Vereins
– die Wahl der Vorstandsmitglieder
– die Wahl eines Kassenprüfers
– die Änderung der Satzung
– die Festsetzung der Beitragshöhe
– den Tätigkeitsbericht des Vorstands
– den Bericht des Kassenprüfers
– die Entlastung des Vorstands
– den Ausschluss von Mitgliedern
– Wahl von Delegation in übergeordnete Gremien
Fragen, die die Gesamtheit des Vereins betreffen
die Auflösung des Vereins.

Die ordentliche Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt. Sie wird vom
Vorstand mit Angabe der Tagesordnung vier Wochen vorher schriftlich einberufen.

Der Vorstand kann aus gegebenem Anlass jederzeit eine außerordentliche
Mitgliederversammlung einberufen. Sie ist auch einzuberufen, wenn dies von mindestens
einem Viertel der Mitgliedschaft schriftlich mit Angabe der Gründe gefordert wird.

Die Mitgliederversammlung ist von dem /der Vorsitzenden oder einem anderen Mitglied des
Vorstandes zu leiten. Jede ordentliche oder außerordentliche Mitgliederversammlung ist bei
Anwesenheit von mindestens 25 % der Mitglieder beschlussfähig. Sind weniger als 25 % der
Mitglieder erschienen, ist erneut eine Mitgliederversammlung einzuberufen. Diese ist
unabhängig von der Zahl der Anwesenden beschlussfähig. Darauf ist in jeder Einladung zu
einer Mitgliederversammlung hinzuweisen.

In der Mitgliederversammlung hat jedes Mitglied eine Stimme. Einzelpersonen, die für eine
Institution abstimmen, dürfen ihr Stimmrecht als Einzelperson nicht mehr wahrnehmen. Eine
Stimmenübertragung ist nur bei Institutionen möglich. Diese müssen vorher benannt werden. Stimmenthaltungen bleiben unberücksichtigt. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als
abgelehnt. Für Satzungsänderungen sind die Stimmen von zwei Dritteln der anwesenden
Mitglieder erforderlich.
Abstimmungen erfolgen durch Handzeichen. Auf Antrag kann eine andere Form gewählt
werden, sobald mindestens 50% der Anwesenden diesen Antrag unterstützen.

Über Mitgliederversammlungen werden Protokolle angefertigt und aufbewahrt. Sie bedürfen
der Unterschrift des Versammlungsleiters/der Versammlungsleiterin und des
Protokollführers/ der Protokollführerin. Jedes Mitglied hat das Recht, diese Protokolle
einzusehen.

§ 9 Der Vorstand

Der Vorstand ist zwischen den Mitgliederversammlungen für alle Angelegenheiten des
Vereins zuständig, sofern sie nicht in die Kompetenz der Mitgliederversammlung gehören.
Der Vorstand besteht aus:
– dem/der Vorsitzenden
– dem/der stellvertretenden Vorsitzenden
– dem/der Kassenwart/in
– zwei weiteren Beisitzern
Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der/die Vorsitzende, gemeinsam mit dem /der
stellvertretenden Vorsitzenden und dem/der Kassenwart/in. Die Mitglieder des Vorstands
werden durch die Mitgliederversammlung für jeweils zwei Jahre gewählt. Eine Wiederwahl ist
möglich. Vorstandsmitglieder können nur volljährige Vereinsmitglieder werden. Der Vorstand
bleibt im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

Der Verein wird in der Öffentlichkeit und vor Gericht durch zwei Mitglieder des Vorstands
vertreten, die durch den Vorstand jeweils mit der Wahrnehmung der Interessen beauftragt
werden.

Der Vorstand ist beschlussfähig, sobald mindestens drei Vorstandsmitglieder anwesend
sind. Er beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit.

Über die Beschlüsse wird eine Niederschrift angefertigt, sie ist für alle Mitglieder einsehbar.
Der Vorstand ist zur Erstellung eines jährlichen Tätigkeitsberichtes und eines
Kassenberichtes verpflichtet. In den Kassenbericht sind zwingend sämtliche Einnahmen und
Ausgaben des Vereins aufzunehmen.

§ 10 Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Vereinsmitglieder sind berechtigt:
– an den Mitgliederversammlungen teilzunehmen
– Anträge auf Satzungsänderungen und besondere Aktivitäten des Vereins zu stellen
– über alle wichtigen Ereignisse aus der Tätigkeit des Vereins informiert zu werden
Die Vereinsmitglieder sind verpflichtet:
– die Mitgliedsbeiträge zu entrichten
die Ziele und Aufgaben des Vereins zu fördern und zu unterstützen.

§ 11 Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann in einer gesondert einberufenen Mitgliederversammlung mit
einer Stimmenmehrheit von drei Viertel aller anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt sein Vermögen
an eine andere steuerbegünstigte Körperschaft oder eine juristische Person des Öffentlichen
Rechts, die es ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke zur Förderung von Kunst und
Kultur, Kinder- und Jugendhilfe insbesondere durch zirkuspädagogische Arbeit mit Kindern
und Jugendlichen zu verwenden hat.

§ 12 Inkrafttreten der Satzung

Die Satzung tritt mit erfolgter Gründungsversammlung in Kraft.
Der gewählte Vorstand kann eigenständig ohne nochmalige Einberufung einer
Mitgliederversammlung Änderungen an der Satzung vornehmen, sofern diese zur Einhaltung
der rechtlichen Bestimmungen und zur Erlangung der Gemeinnützigkeit erforderlich sind.

Frankfurt, 30.3.2011

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